Abteilung für Gerontopsychiatrie
Die Abteilung für Gerontopsychiatrie ist zuständig für die Behandlung sämtlicher psychischer Störungen und Erkrankungen des mittleren und höheren Lebensalters. Falls die Behandlung im Setting der Gerontopsychiatrie aufgrund des Alters des Patienten oder seiner besonderen persönlichen Umstände von Vorteil ist, findet auch die Behandlung Substanzabhängiger Patienten in der Abteilung für Gerontopsychiatrie (statt in der Suchtmedizinischen Abteilung der Klinik) statt. Dies erfolgt im Rahmen eines ganzheitlichen Versorgungsansatzes. Das bedeutet, die Diagnostik und Therapie berücksichtigt die seelischen, sozialen und körperlichen Ursachen psychiatrischer Erkrankungen des höheren Lebensalters. Die Therapie findet auf zwei Stationen sowie einer Tagesklinik (TK Schlaunhaus) statt.
Station G2
Auf der offen geführten Therapiestation G2 werden sämtliche psychiatrischen Erkrankungen der zweiten Lebenshälfte behandelt: Depressionen, z.B. nach Verlusterlebnissen, paranoide Psychosen, Angst- und Zwangserkrankungen, psychosomatische Krankheitsbilder und Persönlichkeitsstörungen, organische Psychosyndrome sowie Demenzen.
Station G1
Es werden gerontopsychiatrische Patienten mit allen psychiatrischen Diagnosen im Rahmen der Akutbehandlung versorgt, die einer beschützten Unterbringung bedürfen.
Therapieansätze
Die Therapie umfasst sowohl psychopharmakologische als auch psycho- und soziotherapeutische Inhalte. Die Behandlung erfolgt im multiprofessionellen Team. Die Diagnosestellung und Behandlung erfolgt unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes, insbesondere der Familie. Selbstverständlich werden lebensgeschichtliche Hintergründe und psychodynamische Gesichtspunkte in die Therapie mit einbezogen.
Die Mitbehandlung somatischer Erkrankung erfolgt durch eine Fachärztin für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, die als Konsilärztin täglich für die gesamte LWL-Klinik vor Ort ist. Daneben besteht eine enge Kooperation mit dem unmittelbar benachbarten St. Elisabeth-Hospital, wo rund um die Uhr eine Notfallversorgung vorgehalten wird. Auch bildgebende Diagnostik erfolgt in der Nachbarklinik.